BYD mit 8,7% Marktanteil in Europa – Gefahren bei der KI-Euphorie – Oil & Gas vor dem Winter teuer – Subjektive Wahrnehmung als Gefahr für Anleger – DAX-Short geht bislang gut auf

Liebe Leser,

der September ist traditionell ein spannender Monat. Nach der Sommerpause geht auch in diesem Jahr wieder die Post ab. An dieser Stelle muss ich mir überlegen, wie ich beginne. BYD hat in diesem Jahr bis Juli Neuzulassungen in Europa mit einem Marktanteil von 8,7% erreicht. 2021 waren es lediglich 0,6%. Ein rasanter Anstieg, liebe Leser. Die BYD Aktie hat trotz des starken Wachstums und extrem hohen Margen im Branchenvergleich abgegeben. Dagegen ist das Thema „Künstliche Intelligenz“ der Wachstumstreiber an den Börsen. Und hier sprechen Insider langsam davon, dass das Peak bei den aktuellen Akteuren erreicht sei. Es erinnert mich längst an die Dot.com Bubble im Jahr 2000. Das Internet hat sich etabliert und auch KI wird es. Allerdings kennt heute kaum noch jemand die alten Heros wie AOL, Yahoo, Brokat oder wie auch immer alle hießen. Ähnlich wird es im KI-Business an den Börsen ausgehen. China rückt immer stärker nach vorn. Jetzt kommt UniPat auf den Bildschirm, wo auch Alibaba investiert. An dieser Stelle verweise ich auf den letzten Börsengang vom Robotic Hersteller aus China Namens Unitree.

Bei den Rohstoffpreisen geht es auch heiß her. Brent Oil hat die Marke von 100 US Dollar überschritten. Kupfer notiert auf dem höchsten Stand. Gold hält sich sauber in der Region von 4.400 US Dollar. Liebe Leser: Herbst und Winter stehen vor der Tür. Und die Reserven von Oil & Gas schrumpfen in Europa und den USA, obwohl sie im Sommer eigentlich gefüllt werden müssen. Die Kriegsherde in exakt diesen Rohstoff-Gebieten stehen vor keinem Ende. Da muss man sich schon überlegen, ob dies ein „Zu-Fall“ ist? Ich weiß es nicht! Aber wenn Staaten nur noch weiter von steigenden Schulden leben und somit ihre Steuern erhöhen müssen, könnten Verschwörungstheoretiker denken, dass es ein organisierter Raubzug gegen das Volk sein könnte. Dr Marc Faber benennt Inflation als eine versteckte Steuer. Ja, weil die Bürger immer mehr Geld ausgeben müssen, weil die Steuern auf den Basispreis (Underlying) erhoben werden.

Ich schreibe über die Kapitalmärkte und will mich aus dem politischen Wirrwarr heraushalten. Doch jetzt muss ich mich outen: Ich habe mir die parlamentarische Sitzung in Deutschland am Mittwoch live angeschaut. Ganz ehrlich: man muss sich mittlerweile wirklich fragen, ob man selbst oder die „Anderen“ die Geisterfahrer sind. Die Realitäten verschieben sich extrem. Es hängt von dem eigenen Umfeld ab. Und genau hier sehe ich den Übergang zum Kapital- bzw. Aktienmarkt. Wer sich täglich mit KI-Produkten beschäftigt und sich diese günstigen Hilfsmittel zu Nutze macht, hat natürlich eine viel höhere Tendenz auch diese Aktien zu kaufen. Ähnlich ist es beim Zähne putzen mit Colgate und Abspülen mit Palmolive. Oder man kauft sich ein Adidas oder Nike Shirt. Oder man kippt sich gerne eine Coca Cola rein und danach einen Burger bei McDonalds und rasiert sich danach mit einem Gilette. Es ist eine subjektive Sache, wofür das Marketing ein entscheidender Faktor ist. Ich beschreibe diesen Zusammenhang, weil ich langsam aber sicher von der Theorie einer absoluten Objektivität Abstand nehme.

In der vergangenen Woche habe ich über meine Short-Position im DAX berichtet. Ja, bislang ging sie gut auf. Jedoch hier verweise ich wieder auf die letzten Zeilen, dass es eine subjektive Einstellung ist. Deshalb empfehle ich niemanden, solche Zocks zu machen, selbst wenn es jetzt bei mir gut gegangen ist. Zocken und Investieren sind zwei unterschiedliche Stiefel. Und im www.SWISSMONDAY.de bespreche ich im Detail langfristige Investments. Bei einigen Gold-Minen liege ich über 300% im Plus. Ja, so etwas geht nicht von heute auf morgen. Aber wenn man am Ball bleibt, dann schießt man auch ein Tor. Das Thema für die nächste www.SWISSMONDAY.de Ausgabe am kommenden Montag habe ich noch nicht klar definiert. Ich lade Sie jedoch gerne dazu ein. Es geht im Swiss Monday um die langfristige Ausrichtung, es geht um tiefgründige Zusammenhänge und Strategien.

Heute schreibe ich ziemlich viel aus dem Nähkästchen. Ich finde es wichtig, weil man ansonsten eine KI-geschriebene Wochenzusammenfassung erstellen lassen kann. Meine Reise nach Bangkok in der letzten Woche war sehr aufschlussreich und gibt mir als Investor weitere Einblicke. Der Anteil asiatischer Ausländer ist enorm gestiegen – während „Farangs“ (westlich aussehende Menschen) immer weniger werden. Die Kaufkraft hat sich also verschoben. Die Preise sind explodiert. Der Ton auf den Straßen ist härter geworden. Das angenehm langsame und umgängliche Leben hat sich in eine Art Konkurrenzkampf auf allen Ebenen verändert. Unter uns geschrieben: Ich bin schockiert. Auch hier ist es nur die subjektive Wahrnehmung. Ein Ameisenhaufen, der sich gegenseitig platt-walzt. Das nackte Überleben. Die Gier nach Macht und „mehr“. Mehr? Nun, an dieser Stelle verweise ich nochmals auf mein Buch aus dem Jahr 2020, das heute im Sinne des „Global Prison – Monopolisierung auf Siegeszug“ aktueller denn Je ist. Bestellen kann man es auf der Website www.SWISSMONDAY.de.

Wie geht’s an den Börsen weiter?

Aktuell erkenne ich keine positiven Impulse für die Aktienmärkte. Allerdings kann sich dieses Gefühl ganz schnell ändern, wenn die Zentralbanken ihre Geld-Schleusen aufmachen. Aber dann geht sowohl die Inflation und somit auch die Edelmetalle nach oben. Energie wird immer knapper und wird parallel immer stärker nachgefragt. Man kann also davon ausgehen, dass die jahrelange Rally an den Börsen ein Ende findet. Sollten die Börsen jedoch aufgrund steigender Liquidität steigen, dann rasen Gold und Silber zum Mond. „To the Moon“ – und deshalb bleibe ich in meinem langfristigen Depot im www.SWISSMONDAY.de meinen aktuellen Positionen treu.

Ich wünsche ein erholsames Wochenende.

Ihr
Rainer Hahn
Chefredakteur

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